Grönland Große Koalition nach Geisteraustreibung
Grönland / Kopenhagen - Nach den Wahlen im Dezember koalierte Enoksen von der Siumut Partei zunächst mit der linksgerichteten Partei Inuit Ataqatigitt (IA). Am vergangenen Dienstag trat die IA, auf der zu Dänemark gehörenden Insel, wegen der Forderung nach einer Geisteraustreibung aus der Koalition aus.
Enoksens Kanzleichef Jens Lyberth hatte eine professionelle Geisteraustreiberin bestellt, um das Betriebsklima in den Regierungsgebäuden der Hauptstadt Nuuk zu verbessern. Dieses Vorhaben hatte die Spannungen zwischen den Koalitionsparteien verstärkt.
Die Aktion der Geisteraustreiberin sollte "negative Energien" durch das schlechte Verhältnis zwischen grönländischen und dänischen Beamten aus den Gebäuden verscheuchen.
Die neu gebildete Regierung einigte sich auf ein Bündnis von vier Jahren. Regierungschef bleibt der Siumut-Politiker Hans Enoksen. Zusammen verfügen die beiden Parteien über 17 der 31 Sitze in Grönlands Parlament. Die Polarinsel mit ihren 50.000 Einwohnern ist im Verhältnis zu Dänemark bis auf die Außen- und Sicherheitspolitik autonom.