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Für Algeriens langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika war die Große Moschee von Algier ein Prestigeprojekt. Die um mehrere Jahre verspätete offizielle Einweihung des Riesenbauwerks im Februar erlebt der 2019 entmachtete und 2021 verstorbene Autokrat allerdings nicht mehr.
Mit einem 265 Meter hohen Minarett, dem höchsten der Welt, Platz für Zehntausende Gläubige, einem Helikopterlandeplatz und einer gigantischen Bibliothek ist die von deutschen Architekten entworfene und hauptsächlich von chinesischen Unternehmen errichtete Moschee nun die größte Afrikas. Vielen Algeriern gilt das mehr als eine Milliarde Euro teure Gebetshaus dagegen vor allem als Monument der Megalomanie Bouteflikas, der sich lieber selbst ein Denkmal errichten ließ, statt etwa das marode Gesundheitssystem des Landes finanziell besserzustellen. Als kurz nach der Einweihung durch Bouteflikas Amtsnachfolger Abdelmadjid Tebboune der Fastenmonat Ramadan beginnt, kommen dennoch Hunderte in den riesigen Gebetsraum der Moschee.