Großbritannien: Alpaka Geronimo eingeschläfert - DER SPIEGEL
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Nach wochenlangem Streit in Großbritannien Alpaka Geronimo eingeschläfert

Seine Halterin hatte über Wochen für das Leben des an Rindertuberkulose erkrankten Tieres gekämpft – am Ende vergeblich: Alpaka Geronimo ist von seinem Hof abgeholt und getötet worden.
Alpaka Geronimo wurde nach langem Streit eingeschläfert
Alpaka Geronimo wurde nach langem Streit eingeschläfert

Alpaka Geronimo wurde nach langem Streit eingeschläfert

Foto: Jacob King / dpa
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Alpaka Geronimo ist tot. Nach wochenlangem Streit sei das Tier in England eingeschläfert worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in London  mit. Damit werde die Ausbreitung der tödlichen und ansteckenden Rindertuberkulose gestoppt, an der Geronimo erkrankt gewesen sei.

Zwei Tests hatten die Erkrankung nachgewiesen. Die Besitzerin des Alpakas, Helen Macdonald, hatte das zurückgewiesen und einen weiteren, genaueren Test gefordert. Ein Gericht hatte jedoch gegen Geronimo entschieden und dem Ministerium bis zum 4. September Zeit gegeben, das Tier einzuschläfern.

Macdonald, eine Tierarzthelferin, sagte, das Alpaka sei negativ getestet worden, als es aus Neuseeland importiert wurde. Sie habe bei dem Rechtsstreit mehrere tausend Pfund ausgegeben, um Geronimo zu retten.

»Das ist eine furchtbar traurige Situation«

Um Geronimo zu schützen, hatten sich mehrere Alpaka-Züchter, Anwohner und Aktivisten auf Macdonalds Hof eingefunden und das Tier bewacht. Mehr als 140.000 Menschen hatten eine Petition unterzeichnet, in der die Rettung des Tieres gefordert wurde. Am Dienstagvormittag holten Mitarbeiter des Ministeriums das Alpaka unter Polizeischutz ab.

Nach Angaben der Regierung waren im Jahr 2020 in Großbritannien etwa 27.000 Rinder geschlachtet worden, um die Ausbreitung der Rindertuberkulose einzudämmen.

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»Das ist eine furchtbar traurige Situation und unser Mitgefühl gilt all jenen, die von dieser verheerenden Krankheit betroffen sind«, sagte Christine Middlemiss, die britische Chefveterinärin. Niemand wolle infizierte Tiere töten, wenn es sich vermeiden ließe, so Middlemiss: »Aber wir müssen den wissenschaftlichen Erkenntnissen folgen.« Damit werde die Ausbreitung der Seuche eingedämmt.

bbr/ptz/dpa/Reuters/AP