Großbritannien: Eine neue "Große Flut" bedroht das Land - DER SPIEGEL
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Großbritannien Eine neue "Große Flut" bedroht das Land

Es war der höchste Pegelstand seit 1625. Nur knapp ist die Römerstadt York einer Flutkatastrophe entgangen. Weite Teile Englands stehen jedoch unter Wasser.
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London/York - Der Fluss Ouse stieg am frühen Samstagmorgen mit 5,9 über Normal, durchbrach die Schutzbarrieren aber nicht. Armee, Feuerwehr und Hilfsorganisationen errichteten die ganze Nacht über Wälle aus Sandsäcken, um die Römerstadt zu schützen. Mehrere tausend Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Wegen der schweren Überschwemmungen in zahlreichen Orten Großbritanniens kehrte Premierminister Tony Blair am Samstag aus dem Wochenendurlaub nach London zurück. Der Regierungschef wollte sich nach Angaben der Downing Street über eine von seinem Vize John Prescott geleitete Krisensitzung informieren und mögliche neue Maßnahmen beraten. Meteorologen sagten für Anfang der kommenden Woche ein vom Atlantik kommendes schweres Sturmtief voraus.

Die Überflutungen in der Grafschaft Yorkshire und in weiten Teilen Mittel- und Südwestenglands haben nach Angaben der britischen Umweltagentur dasselbe Ausmaß wie die "Große Flut" von 1947 erreicht. Damals wurden 280.000 Hektar Land unter Wasser gesetzt. Auch in den weiter südlich liegenden Regionen Gloucestershire, Worcestershire und Shrewsbury wurden viele Orte überflutet.

Obwohl sich die Lage in York nach Angaben der Behörden stabilisiert, gaben sie am Samstagnachmittag noch keine Entwarnung. Weite Teile der Innenstadt, darunter der Palast des Erzbischofs von York, standen nach den heftigen Stürmen und Regenfällen unter Wasser.