Großbritannien: Mindestens drei Tote durch Sturmflut - DER SPIEGEL
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Großbritannien Mindestens drei Tote durch Sturmflut

Bei den schwersten Stürmen seit Jahren sind in Großbritannien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde raste ein Orkan über Schottland, Nordengland und Irland hinweg.
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London - Im nordirischen Londonderry starb ein Lastwagenfahrer, nachdem sein Lkw durch eine heftige Böe 30 Meter tief von einer Brücke geschleudert worden war. Ein Autofahrer in Schottland krachte in einen umgestürzten Lastwagen, ein weiterer wurde bei einem wetterbedingten Zusammenstoß getötet. In Schottland und Nordengland wurden zeitweilig Straßen und Brücken gesperrt sowie Bahnverbindungen und teils der Fährverkehr eingestellt. Zahlreiche Häuser in Küstennähe wurden überflutet, Telefonmasten und Bäume knickten unter der Wucht des Orkans um. Die Wetterämter warnten vor Reisen in die betroffenen Regionen.

"Das sind die schlimmsten Stürme, die wir in den vergangenen Jahren erlebt haben", sagte Duncan Mackay, Sprecher der Küstenwache auf den westschottischen Inseln, wo der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 198 Kilometern in der Stunde erreichte. Allein 60.000 schottische Haushalte sind nach Angaben des Senders BBC seit dem Unwetter zeitweise ohne Strom. Hier blieben Schulen und Behörden geschlossen. Die Fährbetriebe wurden eingestellt, zahlreiche Straßen sowie Bahnstrecken gesperrt.

Die Polizei rief die Bewohner der Region auf, nach Möglichkeit das Haus nicht zu verlassen. Die schottische Küstenwache empfing den Notruf eines spanischen Fischerboots, das sich etwa 200 Kilometer vor der schottischen Küste im Atlantik befand. Ein Hubschrauber machte sich auf die Suche nach dem Boot mit 19 Menschen an Bord. Die Küstenwache im schottischen Oban rettete einen Mann, der mit seinem Wohnmobil von den Fluten fortgerissen wurde. Auch fünf ältere Menschen, deren Wohnungen überflutet wurden, konnten unverletzt geborgen werden.

Auch der irische Wetterdienst Met Eireann sprach vom schwersten Sturm dieses Winters. An der Küste bei Connemara hätten die Wellen eine Höhe von 4,50 Metern erreicht. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen an der irischen Westküste.