Große Politik: Elvis, der Plakatvandale - DER SPIEGEL
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Große Politik Elvis, der Plakatvandale

Wenn Elvis Politikerbilder sieht, dann vergisst er sich, dann dreht er durch, dann beißt er um sich. In Wahlkampfzeiten ist das ein echtes Problem.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Elvis, der Schäferhund, ist nicht gerade demokratisch. Sieht er Plakate mit Porträts von Politikern, verliert er die Beherrschung - so war das auch im bayerischen Landtagswahlkampf. Da fiel sein Blick auf ein Plakat der Freien Wähler, daraufhin stürzte er sich auf die bunte Pappe und zerfetzte sie.

Pech für seinen Besitzer, der sich wegen Elvis' Plakatvandalismus vor dem Amtsgericht München verantworten musste. Das Tier habe eine "unüberwindliche Abneigung" gegen Plakatständer, versuchte sein Besitzer zu erklären. Normalerweise sei Elvis ein friedlicher Kerl.

Doch die Richter gaben kein Pardon. Der Hund habe eine Sachbeschädigung begangen. Ob er dabei wütend gewesen sei oder nicht, spiele keine Rolle. Warum der Hund so in Rage kam, wollte das Gericht allerdings gar nicht wissen. Dafür hätte man einen teuren Gutachter engagieren müssen, und das war den Juristen dann - aus Rücksicht auf die Steuerzahler - doch zu viel des Guten.

Fest steht: Der Besitzer musste für den randalierenden Elvis aufkommen. Kosten: 400 Euro.