Großeinsatz: Feuerwehr kämpft mit Frachterbrand - DER SPIEGEL
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Großeinsatz Feuerwehr kämpft mit Frachterbrand

Einen Tag nach Ausbruch des Brandes steht der italienische Kühlfrachter in der Bremerhavener Lloyd Werft immer noch in Flammen. Mehr als vierzig Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die aufwendigen Löscharbeiten können noch Tage dauern.
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Bremerhaven - Die Feuerwehrmänner versuchten, die seit gestern Nachmittag brennende Isolierung der Laderäume zu löschen, teilte ein Feuerwehrsprecher heute mit. Dabei wurden sie jedoch durch die große Hitze behindert. "Es herrschen stellenweise Temperaturen von 200 bis 300 Grad", sagte der Sprecher. "Durch die Hitze schmelzen die Visiere an den Helmen der Einsatzkräfte."

Die Isolierung besteht aus sogenanntem PU-Schaum, einem nur schwer löschbaren Kunststoff. Die Feuerwehr setzt nach eigenen Angaben Schaum ein, um das Feuer einzudämmen und eine Ausweitung auf den Maschinenraum zu verhindern. Außerdem werde das Schiff permanent mit Wasser gekühlt.

An der Brandstelle auf der Lloyd Werft stiegen weiter dichte Rauchwolken auf; über der gesamten Stadt lag dem Sprecher zufolge ein "penetranter Rauchgeruch". Dennoch bestand nach Erkenntnissen der Behörden für die Bevölkerung keine Gefahr. Dies ergaben rund 20 Schadstoff-Messungen, die Experten gestern Nacht vornahmen. Die Einwohner wurden dennoch gebeten, Türen und Fenster vorsorglich geschlossen zu halten.

Wegen der Rauchgase mussten sechs Menschen ärztlich behandelt werden, die sich am Brandort oder in unmittelbarer Nähe aufgehalten hatten. Dabei handelte es sich laut Feuerwehr um zwei Werftfarbeiter, einen Feuerwehrmann sowie drei Besucher eines benachbarten Supermarktes. Die voraussichtliche Dauer der Löscharbeiten sei schwer abzuschätzen, sagte der Sprecher, sie könnten aber noch mehrere Tage dauern. Die Brandursache sei weiterhin unklar.

Der 174 Meter lange Frachter soll in der Werft um 15 Meter verlängert werden. Seine Laderäume sind den Angaben zufolge leer. Über die Höhe des Sachschadens konnte der Sprecher keine Angaben machen.

str/AFP/ddp