Großeinsatz: Uni Dresden nach Chemieunfall gesperrt - DER SPIEGEL
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Chemieunfall: Polizei räumt TU Dresden

Foto: Oliver Killig/ dpa

Großeinsatz Uni Dresden nach Chemieunfall gesperrt

Mehrere Studenten bemerkten einen ungewöhnlichen Geruch, einer von ihnen klagte über Übelkeit. Nach einem mutmaßlichen Chemieunfall hat die Polizei am Donnerstag ein Gebäude der Technischen Universität Dresden geräumt. Rund 100 Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
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Dresden - Einsatzkräfte der Polizei haben nach einem Unfall mit Chemikalien an der Technischen Universität Dresden das betreffende Gebäude der Hochschule gesperrt. Am Donnerstagabend sind nach Angaben eines Polizeisprechers 97 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ernsthaft Verletzte gab es jedoch offenbar nicht.

Die Polizei Dresden führte eine Vorortuntersuchung durch und stellte dabei fest, dass anders als zunächst angenommen "keine giftigen Gase" ausgetreten seien, sagte Polizei-Sprecher Marko Laske SPIEGEL ONLINE. Die "Sächsische Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass bei dem Zwischenfall mutmaßlich ein Arsenwasserstoff ausgetreten sein könnte.

Die TU-Sprecherin Kim-Astrid Magister erklärte, der Unfall habe sich bei Experimenten der Studenten ereignet. Jemand habe über Übelkeit geklagt, daraufhin sei das Gebäude geräumt und die Feuerwehr gerufen worden. Außer den rund 70 Studenten hätten sich noch gut 30 weitere Menschen in dem recht neuen Gebäude aufgehalten. Sie seien untersucht und ihre Personalien aufgenommen worden.

Bei keinem der Untersuchten habe es jedoch Anzeichen für eine Verletzung oder Erkrankung gegeben. Dies gelte auch für den Studenten, der über große Übelkeit geklagt hatte. "Es wurde praktisch Entwarnung gegeben", sagte Magister.

Rettungskräfte versorgten Betroffene vor Ort. Die "Sächsische Zeitung" berichtete, ein Notruf sei um kurz nach 17 Uhr eingegangen. Dem Bericht zufolge sind 30 Fahrzeuge der Feuerwehr und 30 Krankenwagen im Einsatz. Zuvor hatte ein Sprecher der Dresdner Polizei gesagt, mehrere Menschen seien verletzt worden; örtliche Medien hatten von einem Chemieunfall mit rund 70 Verletzten berichtet.

ulz/bos/dpa/AFP

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