Großfeuer in China: War es Brandstiftung? - DER SPIEGEL
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Großfeuer in China War es Brandstiftung?

Nach dem Großbrand in einem Einkaufszentrum in China mit 309 Toten hat die Polizei die Organisatoren einer Tanzparty festgenommen. Ermittelt wird wegen Brandstiftung.
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Peking - Die Besitzer und Betreiber der Ladengeschäfte des Hauses in Luoyang seien deshalb unter polizeiliche Überwachung gestellt worden. Zuvor hatte die amtliche Agentur Xinhua die Festnahme mehrerer Verdächtiger gemeldet, die wegen des Großbrandes mit 309 Toten zur Verantwortung gezogen werden sollen. Eine im vierten Stock des Gebäudes gelegene Diskothek, in der viele der Opfer am Montag erstickt waren, sei illegal betrieben worden.

Zwanzig Personen werden nach Medienberichten von der Polizei überwacht. Sie seien nicht angeklagt, die Überwachung bedeute jedoch, dass alle ihre Bewegungen von der Polizei kontrolliert würden. Medienberichten zufolge wurde das Feuer durch Unachtsamkeit während der Renovierungsarbeiten im Untergeschoss des Gebäudes ausgelöst. Anwohner berichteten, die Ausgänge des Gebäudes seien durch Warenkisten verstellt gewesen.

Bauarbeiter hätten zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers im zweiten und dritten Stock renoviert, im vierten Stock des Gebäudes habe eine Weihnachtsfeier mit rund 200 Besuchern stattgefunden, berichtete Xinhua. Beim Ausbruch des Feuers sei es auf der Tanzfläche zu einer Panik gekommen, sagte eine Überlebende der Tageszeitung "Henan". Sie sei durch ein Fenster geklettert und dann von einem Balkon gesprungen, sagte die Frau.

"Wir sahen Rauch, der durch den Boden drang", sagte eine Ladenpächterin. Das Feuer sei im Keller ausgebrochen. Sie habe zum Feuerlöscher gegriffen, aber die Flammen nicht löschen können. Xinhua meldete, das Ministerium für Öffentliche Sicherheit habe am Dienstag per Eilverordnung verfügt, dass landesweit alle Tanzclubs ohne Lizenz oder Feuerschutzeinrichtungen geschlossen werden sollen. Auch Hotels, Einkaufszentren, Schulen und Krankenhäuser sollen auf ihre Feuersicherheit hin überprüft werden.