Großwildjagd in Brandenburg Löwe oder Ente?
Schenkendorf - Trotz der umfangreichen Suchaktion mit rund 50 Polizisten, 15 Feuerwehrleuten, einem Jäger und einem Tierarzt sowie dem Einsatz von zwei Hubschraubern konnte das Raubtier nicht aufgespürt werden, sagte Polizeisprecher Geert Piorkowski. Eine Frau und ein Junge hatten das Tier am Vormittag unabhängig voneinander gesehen und die Polizei verständigt.
Ob es sich dabei tatsächlich um einen Löwen handelte, ist bislang nicht klar. "Wir haben in dem unübersichtlichen Gelände Spuren von Wildschweinen und Hunden entdeckt, aber nichts, was auf ein Raubtier hindeutet", sagte Piorkowski. Auch fehle niemandem - weder einem nahen Zirkus noch Tierheimen - ein Löwe. "Das Fragezeichen, ob es wirklich ein Löwe war, wird immer größer."
Der Großeinsatz sorgte auch weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus für Aufregung. Eine Heidelberger Zementfirma, die den Löwen in ihrem Logo führt, hat nach Auskunft von Piorkowski das Angebot gemacht, die Kosten für die Such- und Bergungsarbeiten zu übernehmen. "Aber nur unter der Bedingung, dass wir wirklich einen Löwen entdecken und ihn dann nicht erschießen lassen." Erst vor kurzem war eine Pantherjagd in Oberbayern ohne jeden Erfolg geblieben.