Ground Zero: Hunderte der Helfer-Helden sind krank - DER SPIEGEL
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Ground Zero Hunderte der Helfer-Helden sind krank

Asbest, Benzole und Dioxine - die Einsatzkräfte am Trümmerfeld des World Trade Center arbeiteten monatelang unter katastrophalen Bedingungen. Hunderte ausländischer Arbeiter sollen jetzt auf Gesundheitsschäden untersucht werden.
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New York - Neben der Einsturzstelle gibt es jetzt eine mobile Klinik. Hunderte Arbeiter ohne Krankenversicherung standen an, um sich für einen Check-up anzumelden. Die meisten von ihnen sind nach Angaben der "New York Daily News" illegale Einwanderer. Die Immigranten hätten ohne angemessene Schutzkleidung und ohne Aufklärung über die Risiken toxische Materialien entsorgt. Vielen von ihnen waren keine Atemschutzmasken gegeben worden. Sie litten nun an Asthma, chronischem Husten und Staublungen.

Der von ihnen beseitigte Bauschutt enthielt nach Ermittlungen des New Yorker Experten für Industriehygiene, David Neumann, Anteile von Asbest, Glasfasern und Blei. Die New Yorker Staatsanwaltschaft untersucht jetzt, inwieweit die Baufirmen gegen das Gesetz verstoßen haben.

Auch etliche Feuerwehrmänner, die am World Trade Center im Einsatz waren, sind erkrankt. "Man hat das Gefühl, Staub im Hals zu haben", berichtet ein Feuerwehrmann, der aus Angst vor Ärger nicht genannt werden will. Seine gesundheitlichen Probleme begannen etwa einen Monat nach seinem Einsatz am Ground Zero. "Manchmal kann ich nicht tief durchatmen", beschreibt er seine Beklemmungen. Ziemlich schnell gerate er außer Puste, sein Job strenge ihn ungewöhnlich an, und er fühle sich ständig müde.

Rund 30 Einsatzkräfte mussten nach Angaben von Frank Gribbon, einem Sprecher der New Yorker Feuerwehr, krankheitsbedingt in den Ruhestand treten. Weitere Kollegen müssten sich schonen, könnten im Moment nicht 100 Prozent leisten. Wie viele Beamte insgesamt betroffen seien, sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen, erklärte Gribbon.

Aus den 1,2 Millionen Tonnen Schutt sollen auch Benzole, Dioxine und polychlorierte Biphenyle, kurz PCBs, ausgetreten sein. Diese Substanzen stehen in Verdacht, Krebs erregend zu sein. Allerdings gehen die Experten in den USA davon aus, dass die Konzentrationen in den meisten Fällen zu gering waren, um das Leben der Helfer zu gefährden.

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