Ground Zero: Keine neuen Wolkenkratzer - DER SPIEGEL
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Ground Zero Keine neuen Wolkenkratzer

Dort wo einst die Zwillingstürme des World Trade Center in den Himmel ragten, sollen nun kleinere Bürogebäude gebaut werden. Dafür sprachen sich New Yorks neuer Bürgermeister Michael Bloomberg und die Stadtplaner aus.
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New York - "Ich stelle mir Bürogebäude in der Größenordnung von 40, 50 oder 60 Stockwerken vor", sagte John Whitehead, Vorsitzender der Gesellschaft, die mit dem Wiederaufbau am Ort des ehemaligen World Trade Center beauftragt ist. Auch der neue New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg schloss aus, dass ein neues Gebäude von der Größe des ehemaligen World Trade Center errichtet wird: "Jeder Planer, den ich getroffen habe, sagte, dass es vom wirtschaftlichen Standpunkt aus einfach unklug wäre, im Moment so große Bauwerke zu errichten."

Auch seien wegen der Wirtschaftsflaute nur wenige Unternehmen bereit, Räume in einem Wolkenkratzer zu mieten, so Whitehead. Viele Menschen hätten nach dem 11. September wahrscheinlich Bedenken, dort zu arbeiten.

Apartmenthäuser oder Bürotürme?

Bereits im November vergangenen Jahres hatte der New Yorker Immobilienmogul und WTC-Hauptmieter Larry Silverstein die Wiederaufbaupläne konkretisiert: An Stelle der zerstörten Zwillingstürme soll ein neuer Büro- und Geschäftskomplex in nur noch halber Höhe gebaut werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte auf den Fundamenten von Ground Zero ein neues Handelszentrum entstehen, sagte Silverstein nach einem Treffen mit Bloomberg.

Die Rede war von vier Türmen, die auf keinen Fall höher als 50 bis 55 Stockwerke sein sollten. In diese sollten die Fassadenreste des alten WTC als Gedenkstätte integriert werden. Die Zwillingstürme des ehemaligen Welthandelszentrums waren 411 Meter hoch und hatten 110 Etagen.

Kurze Zeit später, noch vor seinem Amtsantritt, plädierte Bloomberg dann eher für den Bau von Apartmenthäusern und nicht nur für reine Bürotürme: "Es herrscht ein Mangel an bezahlbaren Apartments und ein Überfluss an Büros in dieser Stadt." Zwar sanken wegen der wirtschaftlichen Flaute am US-Aktienmarkt und der schlechten konjunkturellen Entwicklung die Preise für Apartments im New Yorker Stadtteil Manhattan, doch nach wie vor werden Spitzenpreise gezahlt.

Der zum Jahreswechsel aus dem Amt geschiedene frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani hatte zuvor vorgeschlagen, den gesamten Platz als Gedenkstätte zu nutzen.