Grubenunglück: Durchbruch zum Unglücksstollen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Grubenunglück Durchbruch zum Unglücksstollen

Die russischen Retter haben ein kleines Loch zu dem Stollen gegraben, in dem 13 verschüttete Steiger vermutet werden. Ersten Angaben zufolge befindet sich dort ein Hohlraum, der noch nicht geflutet sein soll.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Moskau - Nach Angaben der Einsatzleitung müssten noch zwei Sprengungen durchgeführt werden, um den mehr als 50 Meter langen Bergungstunnel bis zum Stollen zu verlängern. Die Retter trennten noch etwa drei Meter Gestein von ihrem Ziel.

Eine Minikamera soll nun durch das bereits gebohrte Loch in den Stollen eingeführt werden. Bislang gibt es keine Lebenszeichen von den seit fünf Tagen im Bergwerk "Sapadnaja" Vermissten.

Auf dem Zechengelände warten weitere Bergungsspezialisten auf ihren Einsatz unter Tage. Die Helfer stehen unter Zeitdruck. Weiterhin dringt Wasser in den Stollen, die Atemluft wird knapp.

Vergangenen Donnerstag war in der Schachtanlage eine Betonwand unter dem Druck eines gigantischen unterirdischen Sees eingebrochen. Die Wassermassen versperrten den 500 Meter tiefer arbeiteten Bergleuten die Fluchtwege. Am Samstag war es Rettungskräften gelungen, 33 Arbeiter lebend zu bergen.