Grubenunglück in Chile: Verschütteter Kumpel wird Vater - DER SPIEGEL
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Verschüttete Bergleute in Chile: Der Klang der Hoffnung

Foto: Ian Salas/ dpa

Grubenunglück in Chile Verschütteter Kumpel wird Vater

Für einen Moment lang konnte zumindest einer der 33 unter Tage eingeschlossenen Bergleute in Chile wieder lachen. Die Frau von Bergmann Ariel Ticona hat ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht. Ihr Name lautet Esperanza - zu deutsch: Hoffnung.
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chilenischen Mine eingeschlossenen Kumpel

Copiapó - Einer der seit 40 Tagen in einer hat jetzt Grund zum Jubel: Seine Frau brachte im Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Copiapó ein gesundes Mädchen auf die Welt. Die kleine Esperanza wiegt gut drei Kilogramm, ist 58 Zentimeter groß und bei bester Gesundheit, berichtete das chilenische Fernsehen.

Den Namen hätten die Eltern, Ariel Ticona und Elizabeth Segovia, in Anlehnung an das Zeltlager "Campamento Esperanza" (Lager der Hoffnung) gewählt. Dort campieren Angehörige der Bergleute seit Wochen bei der Mine San José im rauen Klima der Atacama-Wüste.

Eigentlich wollte Ticona bei der Geburt dabei sein. Das war durch das Bergwerksunglück am 5. August unmöglich geworden, als ein Stollen einbrach und die insgesamt 33 Kumpel in 700 Meter Tiefe eingeschlossen wurden.

Zum Trost wird der stolze Vater aber eine Aufnahme der Geburt seines dritten Kindes auf einem Videoband sehen, das durch eine der engen Versorgungsröhren in der Tiefe gelassen wurde.

Ein Familienmitglied filmte die Geburt per Kaiserschnitt und die glückliche, wenn auch erschöpfte Mutter mit Esperanza, die eine rosa Mütze auf dem kleinen Kopf trug.

Unterdessen kamen die Rettungsbohrungen für die eingeschlossenen Bergleute weiter voran. Zwei Bohrer arbeiteten sich bisher auf eine Tiefe von etwa 300 Meter vor. Technische Probleme hatten zuletzt zeitweise zu Verzögerungen geführt.

kng/dpa