"Grumpy Cat": Besitzerin weist Bericht über Vermögen zurück - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

100 Millionen Dollar "Grumpy Cat"-Besitzerin weist Bericht über Riesenvermögen zurück

Gut hundert Millionen Dollar soll der Hype um "Grumpy Cat" bisher angeblich eingebracht haben. Lässt sich der Ruhm der Katze wirklich so vergolden? Besitzerin Tabatha Bundesen bestreitet die Summe.
"Grumpy Cat" im April bei den MTV Movie Awards in Los Angeles
"Grumpy Cat" im April bei den MTV Movie Awards in Los Angeles

"Grumpy Cat" im April bei den MTV Movie Awards in Los Angeles

Foto: Frederic J. Brown / AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Höhere Einnahmen als weltbekannte Schauspieler wie Will Smith? In einer Liga mit Pop-Superstars wie Justin Bieber? Laut der britischen Tageszeitung "Express"  hat "Grumpy Cat", die Kultkatze aus dem Internet, in den vergangenen zwei Jahren angeblich gut hundert Millionen Dollar eingenommen. Eine unfassbare Summe, die dem Tier einen Spitzenplatz auf vielen Bestenlisten einbringen würde.

Die Besitzerin der Katze, Tabatha Bundesen, bezeichnet den Bericht laut "Huffington Post"  jedoch als "komplett falsch". Zu den Einnahmen ihrer Katze wolle sie sich nicht äußern - oder genauer gesagt: noch nicht. Sie erwäge gerade, wann und in welcher Form sie die Angaben richtigstellen wolle. Vermutlich werde es im Gespräch mit dem TV-Sender Lifetime geschehen. Der habe nämlich einen Vertrag mit der berühmtesten Katze der Welt. Geschäftssinn kann man Bundesen also wirklich kaum absprechen.

Der Siegeszug der "grummeligen Katze" geht auf ein Foto zurück, das der Bruder der Besitzerin im September 2012 auf der Diskussionsseite "Reddit" veröffentlichte. Zu sehen ist das Katzengesicht mit kleinem Unterbiss und leichter Behinderung, genannt "feliner Kleinwuchs" - eben genau so, dass es den Anschein hat, als ob die Katze die Mundwinkel missbilligend nach unten zieht.

Zwei Bücher über "Grumpy Cat" ("Ein mürrisches Buch" und "Der mürrische Führer durch das Leben") standen auf der Bestsellerliste der "New York Times", bis Ende 2013 wurden laut "New York Magazine" bereits mehr als 100.000 T-Shirts mit dem Gesicht der Katze verkauft. Dazu kamen ebenso viele Plüschtiere zu rund 15 Dollar das Stück. Gerade erst feierte "Grumpy Cat" im erwähnten Sender Lifetime Premiere als TV-Star - mit dem Film "Grumpy Cat's Worst Christmas Ever" (etwa: "Grumpy Cats schlimmstes Weihnachten"). Mehr als 10.000 lieferbare Produkte zu der Katze gibt es beim Versandhändler Amazon, sie ist offizielle "Sprecherkatze" für die Futtermarke "Friskies".

Fotostrecke

Cat Content: Katzen im Netz

Foto: Bryan Bundesen

Wie viel Geld die Geschäfte mit der Katze tatsächlich einbringen, ist nicht bekannt. Den Umsatz, der mit dem Hype um die grummelige Katze gemacht wird, hatte ihr Manager - ja, "Grumpy Cat" hat tatsächlich einen Manager - bereits im Sommer auf 100 Millionen Dollar geschätzt. Wie hoch die Anteile an den Einnahmen etwa aus dem Verkauf von Merchandising-Artikeln sind, wollte er nicht bekanntgeben. Nur soviel: "Das ist eine siebenstellige Katze, ganz sicher", sagte Ben Lashes dem "Hollywood Reporter" .

hut