Guantanamo Bay: Bin Ladens Bodyguards in Gefangenschaft - DER SPIEGEL
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Guantanamo Bay Bin Ladens Bodyguards in Gefangenschaft

Unter den Gefangenen in Guantanamo Bay auf Kuba sind auch einige der Leibwächter von Osama Bin Laden. Hochrangige US-Funktionäre sehen in der Festnahme der Leibwächter einen weiteren Anhaltspunkt dafür, dass Bin Laden bereits tot sein könnte.
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Washington - Die Enthüllung der Festnahme der Leibwächter sei ein weiterer Anhaltspunkt für eine mögliche Ermordung Bin Ladens bei den Militärattacken gegen das Taliban-Regime in Afghanistan, berichtete der amerikanische Fernsehsender CNN am Dienstag. Ohne seine Bodyguards sei Bin Laden praktisch tot, glauben einige hochrangige Vertreter der Regierung. Seit Monaten gilt al-Qaida-Chef Bin Laden als verschollen.

Anfang Juli hatte der stellvertretende Direktor der FBI-Abteilung zur Bekämpfung des Terrorismus, Dale Watson, geäußert, man sei sich nicht sicher, ob Bin Laden noch lebe oder bereits tot sei. "Ich persönlich glaube, dass er höchstwahrscheinlich nicht mehr unter uns weilt", sagte Watson.

Am Dienstag betonten Regierungskreise jedoch, es seien nicht genug Beweise erbracht, um eine sichere Aussage über Bin Ladens Schicksal machen zu können. "Die Tatsache, dass man seine Leibwächter festgenommen hat, bedeutet nicht, dass man auch den König hat", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats, Senator Richard Shelby.

Der Geheimdienst spekuliere ebenfalls über den Status des ältesten Sohnes von Osama Bin Laden, berichtete CNN. Es wird vermutet, dass der 21-jährige Saad Bin Laden für die al-Qaida als Vermittler fungiere, der Vereinbarungen treffe und Aufträge erteile. Man bezweifle jedoch, dass er zum Nachfolger seines Vaters ernannt wurde oder die Kontrolle über die al-Qaida übernommen habe, wie einige in Großbritannien erscheinende arabische Zeitungen vermutet hatten.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld betonte, dass die al-Qaida im Falle des Todes Bin Ladens nicht zerschlagen sei. Sechs von acht hochrangigen al-Qaida-Vertreter könnten die Organisation auch ohne Bin Laden weiterführen, sagte Rumsfeld.

Die USA suchen nun nach Saad Bin Laden. Von einer Festnahme des 21-Jährigen versprechen sich die Vereinigten Staaten Sicherheit über das Schicksal Osama Bin Ladens. Sollte der al-Qaida-Führer nicht mehr am Leben sein, könnte sein Sohn dies bestätigen.

Wie der US-Geheimdienst am Dienstag mitteilte, habe man in den vergangenen Wochen Telefonate zwischen al-Qaida-Mitgliedern abgehört. Einige der abgefangenen Nachrichten, darunter auch E-Mails, hätten Informationen zu Geldtransfers und geplanten Anschlägen enthalten. Man gehe jedoch davon aus, dass ein Teil der Meldungen erfunden sei und gezielt gestreut wurde, um die Vereinigten Staaten zu täuschen. Trotzdem nehme man die Drohungen ernst.