Guben: Revision im Hetzjagd-Prozess beantragt - DER SPIEGEL
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Guben Revision im Hetzjagd-Prozess beantragt

Der Gubener Hetzjagd-Prozess wird möglicherweise neu aufgerollt. Zehn der elf Verurteilten haben Revision gegen ihre Urteile beantragt. Auch zwei Angehörige des Ermordeten Omar Ben Noui wollen eine Neuauflage des Prozesses.
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Cottbus - Den Angeklagten ist das Strafmaß zu hoch. Ein Bruder und ein Begleiter des bei der Ausländerjagd ums Leben gekommenen Algeriers Farid Guendoul, alias Omar Ben Noui, wollen dagegen höhere Verurteilungen erreichen. Erkennt der Bundesgerichtshof die Revisionen an, muss erneut verhandelt werden. Nur der lediglich verwarnte Angeklagte will den Richterspruch vom vergangenen Montag akzeptieren.

Die dritte Große Strafkammer des Landgerichtes Cottbus hatte drei der insgesamt elf Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu Haftstrafen zwischen zwei und drei Jahren verurteilt. Sechs der 18- bis 20-Jährigen erhielten Bewährungsstrafen zwischen einem und zwei Jahren, zwei wurden verwarnt. Das nach knapp anderthalbjährigem Verfahren ergangene Urteil war unter anderem vom Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, als zu milde kritisiert worden.

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