Güterzugunfall in Brandenburg Einsatzkräfte suchen nach vermisstem Arbeiter
Unfallort: Aufprall ließ mehrere Waggons entgleisen
Foto: Daniel Winkler/ dpaSenftenberg - Nach einem Güterzugunfall im brandenburgischen Senftenberg hoffen die Rettungskräfte auf ein Lebenszeichen eines verschütteten Stellwerkers. Der Mann befand sich in einem Häuschen, das von entgleisten tonnenschweren Waggons begraben worden war.
Die ganze Nacht zu Freitag suchten Einsatzkräfte nach dem Vermissten. Mitarbeiter der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks waren unter anderem mit Fährtenhunden im Einsatz. "Es ist eine mühselige Arbeit, zwischen all dem Schutt nach dem Mann zu suchen", sagte ein Sprecher. Die Arbeit kam nach Angaben der Bundespolizei auch am Freitag nur schwer voran, weil außer den Trümmern des Gebäudes auch Tonnen von Schotter beseitigt werden mussten.
Am Bahnhof Hosena im Kreis Oberspreewald-Lausitz war am Donnerstag ein mit Schotter beladener Zug auf einen stehenden, unbeladenen Zug aufgefahren. Durch den Aufprall entgleiste der fahrende Zug und drei seiner Waggons schoben sich in das Stellwerkhaus, in dem sich der Vermisste befand. Bei dem Unfall wurden die beiden Lokführer schwer verletzt.
Am späten Abend war das unter Strom stehende Areal von der Feuerwehr geerdet worden. Rund um den Unfallort sperrte die Polizei das Gelände ab. Wegen des Unfalls war auch der Bahnverkehr gestört. Zwischen Ruhland und Hoyerswerda sind nach Angaben der Bahn Busse im Einsatz. Die Unfallursache ist unklar.