Gutachten: Der "Kannibale" ist geistig gesund - DER SPIEGEL
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Gutachten Der "Kannibale" ist geistig gesund

Ob man bei einem Menschen, der einen anderen geschlachtet und gegessen hat, wirklich von "geistiger Gesundheit" sprechen kann? Zumindest hat ein Psychiater Armin Meiwes, dem "Kannibalen von Rotenburg", jetzt bescheinigt, geistig und seelisch nicht krank zu sein.
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Kassel - Mit der Aussage des Sexualwissenschaftlers Klaus Beier vor dem Landgericht Kassel endet die Zeugenbefragung im Mordprozess gegen Meiwes. Der 42-Jährige hatte den Berliner Ingenieur Bernd Jürgen B. mit dessen Einverständnis geschlachtet und dann teilweise gegessen.

Beier sagte dem Richter, Meiwes verfüge über eine "mindestens" durchschnittliche Intelligenz und weise keine psychiatrischen Erkrankungen auf.

Der Verteidiger des Angeklagten hatte allerdings auch nie die Strategie verfolgt, seinen Mandanten als psychisch gestört darzustellen. Strittig ist aber die Frage, ob es sich bei der Tat um einen Mord zur sexuellen Befriedigung oder um eine Tötung auf Verlangen handelt. Mord würde mit lebenslanger Haft, die Tötung auf Verlangen lediglich mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft.