Gutachten Startrompeter Stefan Mross lässt blasen
Mit seiner Kritik am sinkenden Niveau kann Musikantenstadl-Moderator Karl Moik den Trompeter Stefan Mross nicht gemeint haben. Der hat nämlich garantiert Qualität. Der Volksmusik-Star bläst nämlich weite Passagen seiner Stücke gar nicht selbst, sondern er lässt blasen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Musikhochschule Detmold im Rahmen des so genannten "Trompeterkrieges".
Das Gutachten belege, dass die Hauptstimme in sechs umstrittenen Musikstücken zum größten Teil nicht von Mross selbst, sondern von dem belgischen Studio-Trompeter Alexandre Malempre stamme, berichtet die "Dresdner Morgenpost" unter Berufung auf den Profi-Musiker selbst. Mross' Spiel sei nur "hier und da" in die Aufnahmen gemixt. Mross' Anwälte zweifeln dagegen das Gutachten des Musikwissenschaftlers Max Sommerhalder an und werfen ihm einen Mangel an Realitätsbezug vor. Es zeige wenig Kenntnis von den international üblichen Produktionsweisen der Musikindustrie.
Malempre verlangt von Mross und seiner Produktionsfirma Montana in einem Zivilprozess vor dem Frankfurter Landgericht Schadenersatz, weil er über die Verwendung seiner Trompeten-Einspielungen getäuscht worden sei. Zum Inhalt des Gutachtens wolle er sich vorerst nicht weiter äußern. Er verstehe bis heute nicht, warum Mross-Manager Hans Beierlein sich nicht auf einen Vergleich eingelassen habe. "Er musste wissen, was da rauskommt."