H&M McCartney tritt in Lagerfelds Fußstapfen
Hamburg - "Wir sind überrascht über die Nachfrage", sagte H&M-Sprecher Mathias Geduhn heute in Hamburg. Schon am Morgen hätten zahlreiche Kundinnen auf Einlass gewartet. Allerdings war das Interesse nicht so groß wie im vergangenen Jahr. Damals stürmten hysterische Kundinnen die Läden, um ein Stück aus der Karl-Lagerfeld-Kollektion zu erhaschen. Binnen weniger Stunden war ein Großteil der Designerkleidung ausverkauft gewesen.
Insgesamt 400 Läden der schwedischen Modekette in Europa und Nordamerika haben die Blousons, Kleider und Röcke der Tochter von Ex-Beatle Paul McCartney im Angebot.
Mit ihrer Arbeit für H&M tritt McCartney bereits zum zweiten Mal in Lagerfelds Fußstapfen. 1997 übernahm sie vom Chanel-Chefdesigner die künstlerische Leitung des Pariser Modehauses Chloe. McCartney hat ihr Handwerk von der Pike auf gelernt. Schon als 15-Jährige arbeitete sie bei Christian Lacroix, später lernte sie das Schneidern in der traditionsreichen Londoner Savile Row.
McCartneys Kollektion: Sexy, klassisch, schnörkellos
Ein Angebot, für das italienische Haus Gucci zu arbeiten, schlug McCartney 2000 aus. Die überzeugte Vegetarierin wollte nicht mit Fell oder Leder arbeiten, wie Gucci es verlangt hatte. Auch Filmkostüme für Gwyneth Paltrow und Jude Law sowie Bühnenkleider für Madonna und Annie Lennox schneiderte die Britin. Die Designerin ist seit 2003 mit Alasdhair Willis, dem Herausgeber des Lifestyle-Magazins "Wallpaper", verheiratet. Im Februar 2005 kam ihr Sohn Miller zur Welt.