Häkel-Tiere: Wie Twitter das Geschäft einer Mutter ankurbelte - DER SPIEGEL
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Keiner wollte die Häkel-Tiere seiner Mutter kaufen – dann kam Twitter zur Hilfe

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 06.12.2016 auf bento.de veröffentlicht.

Der Winter kann eine kalte und dunkle Jahreszeit sein – doch die Geschichte von Martyn Hett (28) und seiner Mutter ist so schön, dass sie unsere Herzen schon beim Lesen aufwärmt.

Dabei fing die Geschichte deprimierend an: Seine Mutter wollte auf einer Handwerksmesse Selbstgebasteltes verkaufen. Doch kein einziger Kunde hatte Interesse. Kein einziger.

Martyn teilte seine Trauer darüber bei Twitter. (mashable.com )

Kurze Zeit später fand Martyn heraus, dass die DIY-Aktivitäten seiner Mutter noch viel weiter gingen, als er geahnt hatten. Denn sie hatte sich schon ohne sein Wissen einen eigenen kleinen Online-Shop eingerichtet, um ihre Bastelarbeit zu verkaufen.
Als sich einer seiner Freunde meldete, um Flora aka "das Handschuh-Monster" zu kaufen, war seine Mutter bereits aus dem Häuschen – wie sich laut Martyn herausstellte, war es ihr erster verkaufter Artikel überhaupt. Schüchtern bat sie ihn um eine Bewertung.
Kurze Zeit später verkaufte Martyns Mutter bereits drei Herzen – und schickte ihm vor Freude ein paar Ausrufezeichen extra. So süß können vermutlich nur Eltern im Internet sein. :-) Dabei war das erst der Anfang.
Denn zwei Tage später hatte Martyns Mutter bereits neun selbstgebastelte Geschenke verkauft – in einer einzigen Stunde, schreibt Martyn. Kurz davor habe sie sich noch überlegt, ob sie das Basteln ganz aufgeben sollte. Jetzt war sie völlig aus dem Häuschen. Und ihr Sohn auch.
Bei Twitter meldeten sich inzwischen die ersten Menschen, die eines der selbstgemachten Geschenke gekauft hatten. Doch die Geschichte wurde noch besser.
Andere wollten wissen, ob Martyns Mutter die Teddys auch verschicken könnte – nach Brasilien. Und...
...natürlich ging es. Denn inzwischen war Martyns Mum laut seiner Schilderungen nicht nur sehr glücklich, sondern auch geschäftstüchtig. Dezent forderte sie ihren Sohn auf, doch noch einmal über die Basteleien zu twittern.
Drei Tage später: Um mit ihren neuen Fans richtig umgehen zu können, hatte sie sich extra ein Twitter-Buch besorgt und schickte Martyn stolz dieses Selfie.
Eine Woche nach dem ersten Tweet besuchte Martyn seine Mutter zum ersten Mal seitdem alles losging. Sie war das ganze Wochenende damit beschäftigt, neue Puppen zu basteln. Was für ein Happy End!
Der kleine Shop von Martyns Mutter ist übrigens bis Mitte Januar erst einmal ausverkauft. Sie hat angekündigt, einen Teil ihrer Einnahmen an eine lokale Hilfsorganisation zu spenden.
Danke, liebes Internet!

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