Haftstrafe: Altenpflegerin betonierte Opfer im Keller ein - DER SPIEGEL
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Haftstrafe Altenpflegerin betonierte Opfer im Keller ein

Das Landgericht Koblenz hat eine junge Frau wegen Totschlags zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Verurteilte hatte eine behinderte Geschäftspartnerin ihres Mannes erstickt, in Mülltüten verpackt und im Keller einbetoniert.
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Koblenz - Für die Kammer stehe fest, dass die 27-jährige Altenpflegerin die Tat begangen habe, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Sie sei wegen einer psychischen Erkrankung jedoch nur vermindert schuldfähig.

Die Frau war zusammen mit ihrem Mann angeklagt worden, im Dezember 2003 die 33 Jahre alte behinderte Ex-Partnerin des Gatten im gemeinsam bewohnten Haus in Seelbach im Kreis Altenkirchen erstickt und die Leiche im Keller einbetoniert zu haben.

Der 38-jährige Ehemann wurde vom Vorwurf des Mordes freigesprochen. Er erhielt wegen schwerer Körperverletzung eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Der Mann sei "zum Tötungszeitpunkt eher nicht im Zimmer gewesen", sagte der Richter. Er habe seiner Frau jedoch dabei geholfen, die Leiche in Mülltüten zu verpacken und im Keller einzubetonieren. An dem Tod der behinderten Frau trage er eine "moralische Schuld".

Das Paar nahm die Urteilsverkündung äußerlich ruhig auf. Beide seien mit dem Urteil "hochzufrieden", sagten ihre Verteidiger nach der Verhandlung. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, in Revision gehen zu wollen. Sie hatte für den 38-Jährigen lebenslange Haft gefordert.