Gemeinden Halber Sachsenwald verkauft
Die Bismarcks haben seit dem Zweiten Weltkrieg mehr als die Hälfte des Sachsenwaldes verkauft. Das zeigt eine Aufstellung der Familie von 1947 im Landesarchiv in Schleswig.
Die Fake-News-Attacke
Mit Desinformationskampagnen versuchen staatliche Agenturen aus Russland und Rechtspopulisten aus Amerika, den Wahlkampf in Deutschland zu beeinflussen. Profitieren soll die AfD. Die liberale Demokratie gerät unter Druck. Es gibt aber Wege, sie zu verteidigen.
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Den Wald hatte ihr Urahn, der »Eiserne Kanzler« Otto von Bismarck, nach der Reichsgründung 1871 von Kaiser Wilhelm I. übereignet bekommen. Dem späteren Chef des Hauses, Otto Fürst von Bismarck, Enkel des gleichnamigen Reichskanzlers, gehörten demnach 8197,7 Hektar Land, davon 6998,35 Hektar »Forst Sachsenwald«.
Vergangene Woche hat Gregor von Bismarck, Ururenkel des Reichskanzlers, in einem Rechtsstreit den heutigen Stand offengelegt: Er besitze 3000 Hektar, weitere 450 Hektar ein anderer Bismarck. Bislang fehlten belastbare Zahlen zum einstigen Bismarck-Besitz am Sachsenwald. Der Forstgutsbezirk ist gemeindefreies Gebiet. Die Bismarcks können über die Höhe der Gewerbesteuer mitbestimmen, die dort angesiedelte Unternehmen zahlen. Landtag und Regierung wollen das ändern. Montag ist ein Treffen von Vertretern der anliegenden Kommunen mit Gregor von Bismarck geplant.
Die Kommunen müssen entscheiden, wer den Forstgutsbezirk eingemeindet, was mit Kosten verbunden sein könnte. Sollte es keine Einigung geben, soll der Landtag per Gesetz entscheiden.