Halloween So schnitzen Sie einen Grusel-Kürbis
Geschnitzte Kürbisse an Halloween: Horror-Fratzen gegen böse Geister
Foto: Ole Spata/ dpaTypisch für Halloween sind nicht nur gruselige Kostüme und "Süßes oder Saures!", sondern vor allem auch die dekorativen Kürbisse mit den geschnitzten Gesichtern. Wir erklären Ihnen, wie Sie zügig ein klassisches Spukgesicht basteln.
Schnitzanleitung
Wer gerade erst anfängt mit der Halloween-Bastelei, sollte sich zunächst ein einfaches Projekt aussuchen, bei dem kaum etwas schiefgehen kann. Schnitzen lässt sich aber eigentlich alles.
Das größte Problem dürfte es zunächst sein, auf die Schnelle noch einen geeigneten Kürbis zu finden. Werden Sie im Supermarkt nicht fündig, versuchen Sie es am besten im spezialisierten Gemüsehandel - und da vor allem bei türkischen Händlern, denen der Kürbis nah, Halloween aber fern liegt.
Workshop: Kürbisschnitzen leicht gemacht
Man braucht einen schönen großen Kürbis, möglichst ebenmäßig. Ein spezielles Schnitzset ist hingegen nicht nötig, normale Küchenmesser tun es auch. Und wenn die Schubladen schon einmal offen sind, kann man sich alles zusammensuchen, was einem sonst noch hilfreich erscheint - zum Piksen, Stechen oder Stanzen.
Zunächst schneidet man oben am Kürbis einen Deckel heraus und höhlt ihn dann mit einem Löffel oder mit den Händen aus. Wer gut zeichnen kann, malt das gewünschte Motiv dann gleich auf den Kürbis - was allerdings selbst für Geübte ein bisschen holprig sein kann.
Nerdy Halloween: Die Kürbislaternen der Geeks
Deshalb druckt man sich ansonsten einfach das gewünschte Motiv auf Papier aus und klebt das Blatt mit Klebeband auf dem Kürbis fest. Danach sticht man mit einem spitzen Gegenstand - zum Beispiel einer Fonduegabel oder Heftzwecke - entlang der Linien durch das Papier und in die Kürbisschale. Sobald jede Linie komplett gepikst ist, wird das Blatt abgerissen. Jetzt muss man nur noch die gewünschten Stücke entlang der Perforation mit dem Messer ausschneiden. Kerze rein und fertig.
Diejenigen, die sich am Kürbis mehr zutrauen, können es mit ganz besonderen Mustern versuchen. Wie zum Beispiel mit dem Todesstern aus den "Star Wars"-Filmen. Dazu gibt es hier eine ausführliche Anleitung auf Englisch .
Oder Sie versuchen es mit dem Gesicht von Jack Skellington aus Tim Burtons Film "Nightmare Before Christmas": Sehen Sie hier eine Anleitung bei YouTube . Kindgerechter ist hingegen ein Minion-Kürbis. Auch dazu gibt es bei YouTube eine Anleitung .
Woher kommt Halloween eigentlich?
Halloween beruht auf dem vorchristlichen Samhain-Fest (gesprochen: Sa-win), einer der heiligsten Tage im keltischen Kalender. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November berührten sich die reale Welt und die Anderswelt, der Bereich der Geister und Verstorbenen. Nur zu Samhain kam es zum Austausch der Welten - eine Ehrfurcht, aber eben auch Furcht weckende Festivität.
Die Kelten hielten schon in vorchristlicher Zeit mit Feten und Gelagen hinter verschlossenen Türen dagegen, mit Rausch-Ritualen, die den freundlichen Kontaktschluss erleichtern sollten - daher das ganze Halloween-Brimborium mit Schreckgestalten und Geistern. Vor den Türen ließen sie die Fackeln flackern, weil das "die anderen" auf Abstand halten sollte - heute übernimmt das der Kürbis.
Der Kirche gefiel das Fest überhaupt nicht, deshalb legte sie den thematisch verwandten Allerheiligentag im achten Jahrhundert auf Samhain, dessen Traditionen zu tief verwurzelt schienen, um sie einfach per Verbot auszumerzen.
Zurück nach Europa kam das Samhain-Fest in stark veränderter Form über den Umweg USA, wohin es einst von Iren und Schotten exportiert worden war. Dort war aus Samhain Mitte des 19. Jahrhunderts Halloween geworden, was nur noch wenig gemein hat mit den Samhain-Ritualen.