Hamburg: Dreifacher Mord und Geiselnahme - DER SPIEGEL
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Hamburg Dreifacher Mord und Geiselnahme

Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg hat ein 32-Jähriger seine Ex-Freundin und ihre beiden Töchter erschossen. Anschließend verbarrikadierte er sich in einer anderen Wohnung und nahm eine Frau als Geisel. Die Polizei stürmte die Wohnung. Dabei wurde die Geisel schwer und der Täter lebensgefährlich verletzt.
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Hamburg - Der Mann habe am Donnerstag die Wohnung seiner ehemaligen Lebenspartnerin betreten und dort auf sie gewartet, teilte die Polizei mit. Als die 39-Jährige mit ihren drei Töchtern vom Einkaufen am Abend zurückgekommen sei, habe es einen Streit zwischen beiden gegeben. Das jüngste Kind im Alter von elf Jahren konnte zu Nachbarn fliehen. Der Mann fesselte die Frau und die beiden 14- und 15-jährigen Töchter und schoss ihnen in den Kopf.

Auf der Flucht drang er dann in die Wohnung einer ihm bekannten Familie in der Nähe ein. In der Wohnung befanden sich neben der Frau zunächst auch deren Mann und zwei Kinder. Als der Täter den Mann zum Bierholen schickte, nutzte die Polizei den Moment für einen "Notzugriff". Dabei gelang es, die beiden Kinder zu befreien. Die Frau jedoch blieb in der Gewalt des 32-Jährigen. Da er sie bereits in das Schlafzimmer gezerrt und dort unmittelbar mit einer Schusswaffe bedrohte, zogen sich die Beamten wieder zurück.

Aus noch ungeklärter Ursache kam es nach Darstellung der Polizei dann kurz nach Mitternacht zu einem Schusswechsel zwischen dem Mobilen Einsatzkommando und dem Geiselnehmer. Von wem die Frau angeschossen wurde, ist noch unbekannt. Die Polizisten blieben unverletzt.

Der mutmaßliche Mörder soll seine Tat zuvor angekündigt haben. Das sagte ein Nachbar des 32-Jährigen. Er bezeichnete den Todesschützen und Geiselnehmer in einem Fernsehinterview als "durchgeknallten Typen", der unter anderem mit Drogen gehandelt habe. Auch Hamburger Zeitungen berichteten am Freitag von einer kriminellen Karriere des Mannes.