Hamburg: Islamist soll Deutschland verlassen - DER SPIEGEL
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Hamburg Islamist soll Deutschland verlassen

Erstmals soll ein Islamist aus dem Hamburger Umfeld der Todespiloten des 11. September Deutschland verlassen. Vergangene Woche lehnte die Innenbehörde der Hansestadt den Antrag des Marokkaners Abderrazek L. auf eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland ab.
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Hamburg - Der 41 Jahre alte Abderrazek L. hatte im März sein Studium der Elektrotechnik beendet, an das sein Aufenthaltsrecht geknüpft war. Bis Ende Mai soll er in seine Heimat ausreisen, berichtet der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe.

L.s Wohnung im Stadtteil Fischbek war schon kurz nach den Anschlägen in den USA durchsucht worden. Das Ein-Zimmer-Apartment teilt er sich mit seinem Landsmann Abdelghani Mzoudi, der sich als mutmaßlicher Terrorhelfer vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht verantworten musste, im Februar in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil aber freigesprochen wurde. Gegen den Bescheid von vergangener Woche kann L. Widerspruch einlegen.

Unterdessen hat sich die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften dagegen ausgesprochen, dass Mzoudi dort weiter studieren darf, wie von dessen Anwalt verlangt. Die Hochschule könnte "großen Schaden nehmen", da Mzoudi "in einem Ausbildungslager der Qaida trainiert wurde" und "nach wie vor radikal-islamistische Ansichten" vertrete.