Hamburg: Mutmaßlicher S-Bahn-Schubser stellt sich - DER SPIEGEL
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Hamburg Mutmaßlicher S-Bahn-Schubser stellt sich

Der Mann, der versucht haben soll, eine junge Frau vor einen Hamburger S-Bahn-Zug zu stoßen, hat sich der Polizei gestellt. Er habe den Fahndungsdruck nicht mehr ausgehalten, sagte der 19-Jährige den Beamten.
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Hamburg - Nachdem die Polizei am Mittag den Namen des mutmaßlichen S-Bahn-Schubsers bekannt gegeben hatte, ging Ugur I. zur Polizei. "Ich will mich stellen. Ich halte den Druck nicht mehr aus", sagte er nach Angaben des "Hamburger Abendblatts". Dem 19-jährigen Türken wird vorgeworfen, am frühen Morgen des 2. Mai eine 21-jährige Hamburgerin vor einen anfahrenden Zug gestoßen zu haben.

Die Frau wurde bei dem Angriff nicht verletzt - das verdankt sie vor allem dem Umstand, dass sie bei einer Freundin untergehakt war. Dadurch konnte die Freundin die Frau noch retten, bevor sie auf die Gleise gefallen wäre. Die Tat wurde durch eine Überwachungskamera aufgezeichnet.

Die Polizei hatte die schockierenden Fotos an die Presse gegeben, daraufhin hatten sich etwa zwölf konkrete Hinweise auf den Beschuldigten ergeben, sagte ein Sprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE.

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Der erste Fall: Der S-Bahn-Schubser von Hamburg im Mai 2004

Foto: DPA

Der Mann hatte die Frau anscheinend wahllos angegriffen. Den Polizeiangaben zufolge hatte es auf dem Bahnsteig einen Streit gegeben, der aggressiv wirkende Mann hatte daraufhin den Bahnsteig verlassen, und im Vorbeigehen der Frau einen Stoß versetzt. Genau zu diesem Zeitpunkt war die S-Bahn wieder angefahren.

Ugur I. ist ohne festen Wohnsitz und war der Polizei bereits wegen Raub- und Diebstahldelikten aufgefallen. In Deutschland durfte er eigentlich nicht mehr sein: Vor einem Jahr sei sein Asylantrag abgelehnt worden, berichtet das "Abendblatt". Nach Angaben des Polizeisprechers drohen dem Mann im Falle einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft.