Hamburg: Richter aus Rache niedergestochen - DER SPIEGEL
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Hamburg Richter aus Rache niedergestochen

Der 49-jähriger Mann, der in Hamburg einen Amtsrichter niedergestochen und dabei schwer verletzt hat, handelte nach Angaben der Polizei aus Rache. Er war von dem Richter zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Vor elf Tagen wurde er aus der Haft entlassen.
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Hamburg - Der staatenlose Mohamed A. hatte gestern Mittag sein Opfer Klaus-Ulrich T. in dem Gebäude der "Öffentlichen Rechtsauskunft" abgefangen. Nach einem kurzen Wortwechsel zückte der 49 Jahre alte Angreifer ein Klappmesser, rammte es dem Richter mehrfach in Hals und Oberkörper und verletzte ihn schwer. Der Messerstecher konnte noch am Tatort festgenommen werden.

Einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" zufolge war Mohamed A. im September 2003 von dem Strafrichter T. wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung zu anderthalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Mohamed A. hätte im Landessozialamt randaliert und mehrere Wachleute angegriffen, weil seine Kleidungspauschale verweigert worden sei, meldet die Zeitung. Mit den Worten "die Bevölkerung muss geschützt werden", habe der Richter seinerzeit die Haftstrafe begründet.

Mohamed A. wurde am 13. März aus dem Gefängnis entlassen. Zehn Tage später attackierte er den Richter. Klaus-Ulrich T. liegt noch immer im Krankenhaus, trotz seiner schweren Verletzungen schwebt er nicht ins Lebensgefahr.