Hamburg S-Bahn prallt mit Bagger zusammen
Hamburg - Der Zugfahrer habe noch versucht, eine Notbremsung zu machen, doch er konnte den Crash nicht mehr verhindern, teilten Polizei, Feuerwehr und Bahn am Sonntag mit. Von den rund 60 Fahrgästen der S-Bahn der Linie S 3 wurden 9 verletzt. Sechs von ihnen mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der Bagger- und der S-Bahn-Führer blieben den Angaben zufolge unverletzt. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Die Bundespolizei ermittelt.
Der Unfall ereignete sich gegen 23.00 Uhr im S-Bahnhof Hamburg-Neugraben auf Gleis 10, einem normalen S-Bahn-Gleis, sagte der Sprecher der Hamburger Bundespolizei, Rüdiger Carstens. Der 43-jährige Fahrer rettete sich selbst, indem er in das erste Abteil hinter dem Triebwagen lief. Dabei warnte er auch die Reisenden vor dem Aufprall. "Dadurch hat er womöglich Schlimmeres verhindert", fügte Carstens hinzu.
Die beiden Arbeiter auf dem Bagger hätten nicht gewarnt werden können. Der verletzte Arbeitszugführer ist der Koordinator des Zweiwegebaggers, der dem Baggerführer den Rücken für die zu verrichtenden Arbeiten freihält. Zweiwegebagger können sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene gefahren werden.
Die Bundespolizei sperrte die Fern-und S-Bahngleise vorübergehend. Die Sperrung für den Fernverkehr konnte gegen Mitternacht aufgehoben werden. Es kam zu Verspätungen. Drei Stunden später wurde der S-Bahnverkehr wieder freigegeben.
hoc/ ddp/dpa