Unfall im Hamburger Hafen: "Dann rummste es"
Unfall im Hamburger Hafen Mehrere Verletzte bei Schiffskollision
Bei der Kollision eines Schleppers und einer Ausflugsbarkasse im Hamburger Hafen wurden am Nachmittag nach Angaben der Polizei mindestens 15 Menschen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei war der Schlepper "Jörn" in der Norderelbe in das Heck der Barkasse "Irma II" gefahren, die mit 50 Personen besetzt war. Dabei hätten mehrere zumeist ältere Passagiere Verletzungen erlitten, sagte ein Polizeisprecher.
"Das ging ganz schnell. Und ich denk bloß so: Nun muss er aber abdrehen - dann rummste es", sagte ein 84 Jahre alter Passagier. An Bord der Barkasse war demnach eine Reisegruppe aus Flensburg, ehemalige Mitarbeiter der Stadtwerke, die einen Hamburg-Ausflug unternahmen. Einige von ihnen waren nach der Kollision sichtlich schockiert. Manche hatten Blutflecken auf der Kleidung.
Sieben der 15 Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Sie hätten Sturz- und Aufprallverletzungen erlitten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Taucher überprüften die Boote und suchten nach Lecks. Bei der Barkasse wurden sie fündig. Auch Fenster des Ausflugsboots seien zersprungen.
Beide Schiffe konnten nach der Kollision am Anleger St. Pauli Fischmarkt festmachen, wie der Polizeisprecher sagte. Mehr als 60 Einsatzkräfte rückten nach Angaben der Feuerwehr an die Elbe aus. Die Wasserschutzpolizei richtete eine Gruppe zur Ermittlung der Unfallursache ein.