Containerschiff in Hamburg Feuerwehr flutet brennenden Laderaum mit Elbwasser
Brennendes Containerschiff im Hamburger Hafen
Foto: Daniel Bockwoldt/ dpaDer Brand auf einem 300 Meter langen Containerschiff im Hamburger Hafen beschäftigte die Feuerwehr auch am Tag nach dem Ausbruch. Am Freitagnachmittag waren die Flammen auf der "CCNI Arauco" noch nicht gelöscht. Ein oder mehrere Container würden brennen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte pumpten 40.000 Liter Elbwasser pro Minute in den brennenden Frachtraum.
Bis zu 70 Prozent des Laderaums könnten geflutet werden, ohne dass das Schiff weiteren Schaden nehme, hieß es. In der Nacht zuvor hatten die Einsatzkräfte den Laderaum mehrfach mit Kohlendioxid begast, um dem Brand den Sauerstoff zu entziehen. "Das hat nicht funktioniert", sagte ein Sprecher.
Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) bedankte sich auf Twitter bei der Feuerwehr "für den wirklich fordernden Marathoneinsatz". Seit Donnerstagnachmittag waren mehr als 300 Feuerwehrleute, mehrere Löschboote und Wasserwerfer im Einsatz.
Die Fracht im hinteren Teil des Schiffs wurden entladen. Die "CCNI Arauco" hat außerdem mehrere Tonnen Gefahrgüter an Bord, ein Übergreifen der Flammen darauf sei aber ausgeschlossen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Gefahrgüter lagerten ganz vorne auf dem Frachter.
Wegen der großen Rauchwolke über dem Hafen hatte am Donnerstag auch die Handy-Warnapp Katwarn ausgelöst, Anwohner im Umkreis sollten ihre Fenster geschlossen halten.
Nach ersten Erkenntnissen sind Schweißarbeiten im Heckbereich die Ursache für das Feuer. Dabei gab es offenbar eine Verpuffung, die Container in Brand setzte. Die Flammen breiteten sich anschließend unter Deck aus. Drei Arbeiter wurden laut Feuerwehr leicht verletzt.