Hannover: Lebensmüder legt Zugverkehr lahm - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Hannover Lebensmüder legt Zugverkehr lahm

Ein Mann hat mit seiner Selbstmorddrohung den Zugverkehr um Hannover für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht. Der 24-Jährige drohte, sich von einer Brücke zu stürzen. Die Polizei überwältigte den Mann schließlich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hannover - Die sechs Gleise unterhalb der Brücke in Seelze bei Hannover wurden drei Stunden lang gesperrt. Während Einsatzkräfte versuchten, den Mann von seinem Vorhaben abzubringen, baute die Feuerwehr unter der Brücke ein Sprungkissen auf. Anlass für die Drohung seien vermutlich familiäre Streitigkeiten gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Der Bahnverkehr zwischen Hannover und dem Ruhrgebiet sowie Bremen wurde während des Einsatzes gestoppt. Nach Angaben eines Bahnsprechers waren 70 Züge von der Streckensperrung betroffen, die Beeinträchtigungen seien "immens". Reisende mussten zum Teil mehrere Stunden auf die verspäteten Züge warten.

Für den 24 Jahre alten Mann könnte der Großeinsatz teuer werden. Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes wird geprüft, ob der junge Mann die Kosten dafür übernehmen muss.