Hannover: Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft - DER SPIEGEL
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Hannover: Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Bombenentschärfung in Hannover Flucht vor dem Blindgänger

Der Kampfmittelräumdienst hat im Zentrum von Hannover einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Wegen der Zehn-Zentner-Bombe mussten 9000 Menschen die Altstadt verlassen. Neben Rathaus und Landtag lag auch das Rotlichtviertel in der Gefahrenzone.
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Hannover - In Hannover ist die Entschärfung einer zehn Zentner schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geglückt. "Die Bombe ist entschärft. Das ist erst mal das Wichtigste. Es ist niemand zu Schaden gekommen", gab ein Feuerwehrsprecher gegen 4 Uhr Entwarnung. Die Umgebung war zuvor weiträumig abgesperrt worden. Etwa 9000 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Die US-Bombe war am Dienstag bei Bauarbeiten neben dem Historischen Museum in der Altstadt entdeckt worden. In dem von der Evakuierung betroffenen Bereich befinden sich das Rathaus, der Landtag, zahlreiche Restaurants, Kneipen und das Rotlichtviertel. Dort gingen gegen 22 Uhr die letzten roten Lichter in den Fenstern aus, nur noch vereinzelt zogen Männer an den Casinos und Tanzbars in der Reitwallstraße vorbei.

Gegen 2.45 Uhr war der Innenstadtbereich komplett evakuiert, so dass der Kampfmittelräumdienst mit seiner Arbeit beginnen konnte. Die Entschärfung gestaltete sich aufwendig, da einer der beiden Zünder festgerostet war. Insgesamt zog sie sich etwa eine Stunde hin. Die Experten hatten sich nach einer Untersuchung des Blindgängers für eine schnelle Entschärfung statt eines Einsatzes am Wochenende entschieden.

Für die von der Evakuierung betroffenen Anwohner wurde in einer Berufsschule ein Notquartier eingerichtet. 700 Menschen hätten die Entschärfung dort abgewartet, viele seien aber wohl bei Freunden und Bekannten untergekommen, sagte der Feuerwehrsprecher. Direkt nach der Entschärfung konnten die Menschen in ihre Häuser zurückkehren. In Bussen wurden sie von den Sammelstellen in die Innenstadt gefahren.

Zuletzt hatten in Hannover im Januar rund 25.000 Menschen wegen der Sprengung einer Fliegerbombe ihre Wohnungen in den Stadtteilen Vahrenheide und Sahlkamp verlassen müssen.

wit/dpa