Harald Juhnke Trocken, aber schwer krank
Sein Manager Peter Wolf bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der 72-jährige Patient in der Berliner Charité ist. Zugleich versuchte Wolf zu beschwichtigen: "Es ist nicht dramatisch." Der Klinikaufenthalt sei seit längerem geplant gewesen und solle maximal 14 Tage dauern. Juhnke sei von seiner Frau Susanne in die Charité gebracht worden.
Die "Bild"-Zeitung, die Juhnke gewöhnlich sehr wohl gesonnen ist, schildert detailliert Juhnkes Leiden: Er schleiche über die Flure der psychosomatischen Station der Klinik, trage nur Unterhosen, blicke traurig drein. Juhnkes Manager dagegen bestätigte den Aufenthalt Juhnkes auf der psychosomatischen Station der Neurologie nicht.
Juhnkes Hausarzt Djawad Moshiri erklärte gegenüber "Bild", sein Klient sei hundertprozentig trocken. "Aber er ist auch schwer krank", sagte Moshiri. Das Blatt beruft sich bei seinen Spekulationen auf "Medizinexperten", die vermuten, dass Juhnke an der Wernicke-Enzephalopathie und der darin mündenden Korsakow-Psychose leide. Große Erinnerungslücken sind die Konsequenz. Der Patient beginnt zu phantasieren. Er findet sich räumlich und zeitlich nicht mehr zurecht und braucht ständige Betreuung.
Schauspieler-Kollege Günter Pfitzmann hat Juhnke angeblich bereits in der Klinik besucht. Er sagte: "Harald ist in einer Welt, die unserer nicht entspricht." Nach Vermutungen der "Bild"-Zeitung ist Juhnkes schlimme Krankheit Folge seines jahrelangen Alkohol-Konsums.