Harald Schmidt: TV-Abschied auf Raten? - DER SPIEGEL
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Harald Schmidt TV-Abschied auf Raten?

Fernseh-Entertainer Harald Schmidt bastelt offenbar an seiner Theater-Karriere. Nach dem großen Erfolg in Bochum mit "Warten auf Godot", will der Late-Night-Talker weitere Theaterrollen übernehmen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Harald Schmidt ist derzeit als Lucky in Samuel Becketts "Warten auf Godot" in Bochum auf der Bühne. Dabei hat er nach eigenen Worten "Blut geleckt". Er wolle daher weitere Rollen übernehmen, sagte er gegenüber "Focus". "Ich kenne meine Grenzen. Prinz von Homburg kommt für mich nicht mehr in Frage, aber den Mister Higgins in ,My Fair Lady' würde ich gerne geben", sagte Schmidt.

In fünf Jahren wird Schmidt 49 Jahre alt sein. Dann verlasse er die Zielgruppe, die er in der Harald-Schmidt-Show anspreche. "Bis dahin muss überall verkündet werden, die wirklich Geilen sind die 49-Jährigen plus X. Vergesst die Jungen. Die Werbung wird umschalten."

Sollte die Werbung nicht "umschalten", so könnte immerhin Schmidt selbst umschalten. Durch seine Theateraktivitäten könne er zur Zeit "zwischen zwei Welten pendeln", sagte der 44-Jährige, "und es dient der Gewissensberuhigung meiner Arbeitgeber, dass mir im Härtefall andere Optionen bleiben", fügte er hinzu.

Mit seiner TV-Show wolle er vorerst weiter machen. Seine Sendung mache ihm "Riesenspaß". Die Herausforderung liege darin, die Qualität zu halten.