Hawaii: Schulschiff sinkt nach Kollision mit Atom-U-Boot - DER SPIEGEL
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Hawaii Schulschiff sinkt nach Kollision mit Atom-U-Boot

Ein U-Boot der US-Marine ist vor der Küste der Hawaii-Insel Oahu mit einem japanischen Schulschiff zusammengestoßen. Das Schulschiff ist sofort gesunken.
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Honolulu/Tokio - US-Küstenwache und Marine suchten am Samstag noch nach neun vermissten Personen. Das Fischerboot "Ehime Maru" mit 35 Menschen an Bord wurde am Freitag vom Heck der "USS Greeneville" gerammt und sank unmittelbar danach. Das U-Boot befand sich auf einer Routinefahrt südlich von Oahu. Der Zwischenfall ereignete sich, als die "Greeneville" 14 Kilometer vor dem Hafen von Honolulu auftauchte.

Die Küstenwache rettete 26 Personen aus dem Meer, zwölf davon waren leicht verletzt. Bei den Vermissten handelt es sich nach Berichten des japanischen Fernsehsenders "NHK" um vier Studenten, zwei Lehrer und drei Besatzungsmitglieder. US-Präsident George W. Bush sei über den Vorfall informiert worden, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit. Die Marine hat nach eigenen Angaben Ermittlungen zur Ursache des Unglücks aufgenommen.

Bei dem gesunkenen Boot handelte es sich um ein Schulschiff der Fischereihochschule von Uwajima im Südwesten Japans. Die "Ehime Maru" hatte Japan am 10. Januar verlassen, um Thunfische, Schwertfische und Haie zu fangen, wie eine Sprecherin der Hochschule mitteilte. An Bord waren 20 Besatzungsmitglieder, zwei Lehrer und 13 Studenten. Das japanische Kabinett richtete einen Krisenstab ein.

Das amerikanische U-Boot sei bei dem Zwischenfall nicht beschädigt worden, sagte Marinesprecherin Cate Mueller in Washington. Die "Greeneville" wurde im Februar 1996 in Dienst gestellt. Ihr Heimathafen ist Pearl Harbor. Das U-Boot ist 108 Meter lang und mit Cruise Missiles ausgestattet.