Heckenschützen-Prozess Lee Malvo hält sich für unschuldig
Fairfax - Lee Malvos Anwälte verwenden im Prozess um den Mord an der FBI-Beamtin Linda Franklin Argumente, die die Anklage im Verfahren gegen John Allen Muhammad vorbringt. Dem zweiten mutmaßlichen Heckenschützen wirft die Staatsanwaltschaft vor, er habe einen so großen Einfluss auf seinen jugendlichen Freund gehabt, dass er für die zehn Morde zur Verantwortung gezogen werden sollte. Genau dieses Argument wollen Lee Malvos Anwälte nun für ihren Mandanten nutzen.
Die Vertreter der Anklage gegen Muhammad, so Anwalt Michael Arif, würden niemals versuchen zu beweisen, dass Malvo in einem der fraglichen Fälle der Schütze war. Laut Staatsanwaltschaft im Fall Muhammad spielt es keine Rolle, wer letztlich geschossen hat. Muhammad sei die treibende Kraft gewesen. Er habe die Situation kontrolliert.
Den Ermittlern zufolge wurden Malvos Fingerabdrücke auf der Tatwaffe gefunden, und seine DNS wurde an mehreren Beweisstücken sichergestellt. Zudem hat Malvo seine Tatbeteiligung gestanden. Allerdings argumentieren seine Verteidiger, er habe das nur getan, um Muhammad zu schützen, den er Vater nennt.
Um ihren Mandanten vor der Todesstrafe zu bewahren, müssen Malvos Verteidiger die Jury von dessen Schuldunfähigkeit überzeugen. Im Fall eines Schuldspruchs droht John Lee und John Allen Muhammad die Todesstrafe.