Heftige Regenfälle: Land unter in Washington - DER SPIEGEL
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Heftige Regenfälle Land unter in Washington

Straßen, Tunnel und Häuser sind überschwemmt, Bahnverbindungen unterbrochen, Ministerien geschlossen - heftige Regenfälle legen seit Tagen die amerikanische Hauptstadt lahm.
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Washington - Mindestens 16.000 Haushalte waren zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Wegen Stromausfällen und Überflutungen blieben unter anderem das US-Justizministerium, das Nationalarchiv und die beiden Nationalmuseen für Naturgeschichte und Amerikanische Geschichte geschlossen.

Selbst das Weiße Haus wurde in Mitleidenschaft gezogen: Am Amtssitz von US-Präsident George W. Bush knickte unweit des Haupteinganges ein hundert Jahre alter Baum um.

"Mein Auto schwamm einfach davon", zitiert die "Washington Post" den Möbelverkäufer Bob Reifenberger. "Ich kletterte aus dem Fenster und habe ich mich festgeklammert."

Der Polizist Mark Bergin berichtet, dass er Sonntagnacht hüfthoch im Wasser stand, und Menschen half, aus ihren Autos zu steigen: "Das war nicht nur Wasser, das war eine dunkle, rauschende Brühe. Umgedrehte Autos schwammen darin herum." Kollegen berichteten ihm außerdem, dass sie Menschen und Babys auf Autodächern gesehen hätten. "Es war unglaublich." Mit Hilfe der Feuerwehr hätten aber schließlich alle Menschen gerettet werden können.

Vor allem die Angestellten des öffentlichen Nahverkehrs haben Angst: "Wenn wir noch einmal so einen Regenguss bekommen, wie wir ihn hatten, werden dieselben Straßen wieder überflutet sein", sagte die geschäftsführende Direktorin, Michelle Pourciau, dem Blatt.

Die Wetteraussichten sind schlecht. "Es wird den heute den ganzen Tag und die ganze Nacht regnen. Möglicherweise dauern die Niederschläge sogar bis Sonntag", so Jackie Hale, Sprecherin des nationalen Wetterdienstes. "Die gute Nachricht: Für Montag sind keine Regenfälle vorhergesagt." Die Meteorologen haben eine Flutwarnung für das Gebiet herausgegeben. Diese sollte bis heute Abend gelten.

Auch die Bundesstaaten Delaware und Maryland waren von dem Unwetter betroffen: Mehrere Straßen wurden von den Wassermassen unterspült und von den Behörden gesperrt. Menschen kamen hier aber nicht zu Schaden.

aki/AFP