Heidenheim Schüler attackierte Lehrerin mit Messer
Heidenheim - Auch einen Tag nach dem Messerangriff des Realschülers auf seine Lehrerin gibt es noch keine Anhaltspunkte, was den 14-Jährigen zu der Tat getrieben haben könnte. Äußerungen zur Sache habe er bislang nicht gemacht, sagte ein Polizeisprecher am Freitag im schwäbischen Heidenheim.
Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen: Dem Jungen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Haftgrund bestehe nicht, sagte der Sprecher weiter, daher sei der Teenager, der noch nie polizeilich in Erscheinung getreten sei und aus geregelten Familienverhältnissen stamme, seinen Eltern übergeben worden.
Der Junge hatte am Donnerstagvormittag um 9.35 Uhr an der Tür zu seinem Klassenzimmer auf die Lehrerin gewartet. Dann stach er mit einem Küchenmesser auf die Frau ein. Die 49-Jährige musste mit leichten Verletzungen ambulant behandelt werden. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ermittler zu keinem Zeitpunkt.
Ob ein Zusammenhang mit der bevorstehenden Zeugnisvergabe besteht, konnte die Polizei nicht sagen. In Baden-Württemberg beginnen die Sommerferien in knapp zwei Wochen.