Heiliger Schein - DER SPIEGEL
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Harun Ozalp / Anadolou / Getty Images

Kappadokien Heiliger Schein

01.08.2024
• aus SPIEGEL Chronik 1/2024

Die als Feenkamine bekannten Tuffsteinformationen in Kappadokien locken jedes Jahr Touristen aus aller Welt nach Zentralanatolien. Der ganze Landstrich ist durch die zipfelartig aufragenden Felsen geprägt, die bereits vor Millionen Jahren durch Erdverschiebungen und vulkanische Aktivität entstanden – mit Lichteffekten veredelt wie auf diesem Bild wirken sie fast wie magische außerirdische Objekte. Tatsächlich verdanken die weichen Felstürme ihr einzigartiges Aussehen Verwitterung durch Wind und Wasser sowie chemischen Prozessen, die das Gestein langsam, aber beständig zersetzen.

Schon vor Jahrhunderten schlugen Menschen hier Höhlen in die Felsen, errichteten darin religiöse Stätten und sogar unterirdische Siedlungen. Seit 1985 sind die Höhlenbauten gemeinsam mit einem Nationalpark Unesco-Welterbe, inzwischen aber weitgehend unbewohnt. Als spektakuläre Kulisse taugen die Feenkamine aber noch immer. Besucher können die Landschaft in Heißluftballons überfliegen, Hotels bieten glamouröse Unterkünfte mit Untertage-Flair, in einigen Schluchten finden Konzerte statt.

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