Helios-Absturz: Flüstern im Cockpit - DER SPIEGEL
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Helios-Absturz Flüstern im Cockpit

Der Stimmrekorder des verunglückten Helios-Passagierjets hat im Cockpit keine Gespräche aufgezeichnet. Auf dem Band seien lediglich Atemgeräusche und eine Art Flüstern zu hören, berichtet das staatliche griechische Fernsehen.
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Athen - In den letzten 30 Minuten des Fluges der Boeing 737-300 habe der Rekorder nur ein tiefes Ein- und Ausatmen, wahrscheinlich durch eine Sauerstoffmaske, sowie "ein Flüstern, als ob jemand mit sich selbst spricht" aufgenommen. Das berichtet das staatliche griechische Fernsehen heute unter Berufung auf die Untersuchungskommission der Zivilen Luftfahrt Griechenlands. Eine Kommunikation der Piloten mit der Flugsicherung sei nicht zu hören gewesen, hieß es.

Es wird vermutet, dass es sich bei den Atemzügen um die eines Stewards oder die des Co-Piloten handeln könnte, die sich beide bis zum Zeitpunkt des Aufpralls der Maschine auf einem Hügel nahe Athen im Cockpit befanden. Der Jet der zyprischen Gesellschaft war am vergangenen Sonntag nahe Athen abgestürzt. Alle 121 Insassen kamen ums Leben.

Gestern war bekannt geworden, dass im Cockpit Blutspuren eines Stewards gefunden worden waren. Es handele sich um das Crewmitglied Andreas Prodromou, das einen Pilotenschein für Kleinflugzeuge gehabt habe, hieß es aus Polizeikreisen. Dies könnte die These bestätigen, wonach noch jemand versucht hatte, die Unglücksmaschine zu retten. Kampfjetpiloten, die den führerlos fliegenden Jet bis zum Absturz begleiteten, hatten berichtet, im Cockpit einen Unbekannten gesehen zu haben. Der Co-Pilot habe zusammengesackt in seinem Sessel gelegen, der Pilot war nicht zu sehen.

Der deutsche Pilot hatte nach Angaben der Untersuchungskommission vor dem Absturz ein Problem der "Klimatisierung des technischen Bereichs" gemeldet. Dies könnte zu einer Überhitzung der Technik und erhöhtem Kohlenmonoxidaustritt geführt haben. Erste Autopsien von Opfern erbrachten jedoch bisher keinerlei Hinweise auf eine derartige Vergiftung.