Hessen: Polizist mit Dienstwaffe erschossen - DER SPIEGEL
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Hessen Polizist mit Dienstwaffe erschossen

Der Versuch, einen 25-Jährigen festzunehmen, wurde zwei Polizisten im hessischen Niederwalluf zum Verhängnis. Mit einer ihrer eigenen Dienstwaffen streckte der Mann sie nieder. Einer der Beamten starb am Abend im Krankenhaus.
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Niederwalluf - Die Beamten im Alter von 32 und 43 Jahren wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Der 32 Jahre alte Polizist, der eine Leberverletzung erlitten hatte, starb dort elf Stunden später. Der Täter - ein 25 Jahre alter Türke - wurde bei dem Schusswechsel ebenfalls schwer am Kopf verletzt.

Über das Motiv des in Frankfurt am Main geborenen Türken war zunächst nichts bekannt. Nach Polizeiinformationen ist er dem Drogenmilieu zuzurechnen und bereits mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Den bisherigen Ermittlungen nach hatten die Beamten versucht, dem Türken Handfesseln anzulegen, um ihn zur Feststellung seiner Identität auf die Wache zu bringen. Dabei ergriff er eine der Dienstwaffen und schoss sofort. Beide Beamte wurden aus nächster Nähe getroffen. Einer der Polizisten konnte trotz seiner Verletzung zurückschießen und traf den Türken am Kopf. Insgesamt fielen vier Schüsse. Die Polizisten trugen keine Schutzwesten.

Wie der Wiesbadener Polizeipräsident Peter Frerichs berichtete, hatte der 25-Jährige am frühen Morgen den Verdacht von Anwohnern erregt, weil er sich an Mülltonnen zu schaffen machte. Es sei nicht auszuschließen, dass eine der Tonnen als Drogenversteck gedient habe, sagte Frerichs. Eine Anwohnerin hatte die Polizei gerufen.

Der weitere Hergang sei noch nicht völlig geklärt, da es dafür außer dem Türken und den beiden Polizisten keine Zeugen gebe, sagte Frerichs. Nach ersten Erkenntnissen setzte sich der 25-Jährige erst zur Wehr, als ihn die Beamten fesseln wollten. Es sei aus Gründen der Eigensicherung üblich, bei einem Transport im Streifenwagen Handfesseln zu verwenden.