Hessen: Sturmböen fegen über Zeltplatz - DER SPIEGEL
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Hessen Sturmböen fegen über Zeltplatz

Das Sturmtief Karline hat in der Nacht in Hessen erhebliche Schäden angerichtet. Unter den Sturmböen knickten zahlreiche Bäume ein. Eine Gruppe Jugendlicher kam mit dem Schrecken davon, als eine Böe ihr Zeltlager zerstörte.
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Frankfurt am Main - Die Jugendgruppe war nach einer Kanutour zu ihrem Nachtlager auf einem Campingplatz in Solms an der Lahn zurückgekehrt. Um 22.50 Uhr kam plötzlich ein starker Sturm auf, die meisten der Zelte wurden zerstört. Die Jugendlichen konnten unverletzt in einer Jugendherberge untergebracht werden.

In Hessen richtete der Sturm zum Teil starke Zerstörungen an. Verletzt wurde nach ersten Informationen von Polizei und Feuerwehr aber offensichtlich niemand. In Frankfurt am Main stürzten mehrere Bäume in das Gelände eines Freibades im Stadtteil Höchst, wo gerade eine Open-Air-Kinovorführung stattfand. Die Kinobesucher hätten rechtzeitig evakuiert werden können, sagte ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr verhängte wegen der vielen Einsätze den Ausnahmezustand.

Viel Glück hatte ein Autofahrer im selben Stadtteil. Auch hier stürzte ein Baum um, der sein Fahrzeug traf. Der Mann blieb unverletzt. Entwurzelte Bäume blockierten in Darmstadt mehrere Straßen. Die Bundesstraße 277 zwischen Haiger-Allendorf und Haiger Kalteiche musste gesperrt werden, nachdem der Sturm eine 20 Meter lange und sechseinhalb Meter breite Gerüstbrücke aus Eisenträgern und Bohlen zerstört hatte.

Ein Ausläufer des Sturmtiefs Karline war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes am Abend mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern und stellenweise Niederschlägen von mehr als 20 Liter pro Quadratmeter von Westen nach Osten über Deutschland gezogen.