Highschool in Kalifornien: Basketball-Coach suspendiert - DER SPIEGEL
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Basketball in Kalifornien Sperre für Trainer - weil sein Team zu hoch gewinnt

In Kalifornien ist ein Basketballtrainer wegen unsportlichen Verhaltens gesperrt worden. Sein Mädchenteam hatte eine andere Highschool besiegt, das Ergebnis fiel tatsächlich recht deutlich aus.
San Bernardino in Kalifornien: Blick auf die Arroyo Valley Highschool
San Bernardino in Kalifornien: Blick auf die Arroyo Valley Highschool

San Bernardino in Kalifornien: Blick auf die Arroyo Valley Highschool

Foto: Google Street View
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Hamburg - Michael Anderson scheint einen guten Job zu machen. Besser als der Schulbezirk erlaubt. Der Trainer der Basketball-Mädchen der Arroyo Valley Highschool aus dem kalifornischen San Bernardino ist vorübergehend gesperrt worden - weil sein Team eine andere Highschool-Mannschaft 161:2 aus der Halle gefegt hat.

Die Begründung für die kuriose Zwei-Spiele-Sperre gegen den Coach: Dies sei eine Lektion in Sachen Mitgefühl und Respekt dem Unterlegenen gegenüber, teilte der Schulbezirk San Bernardino laut dem TV-Sender CBS Los Angeles  mit. "Wir möchten betonen, dass ein Sieg ehrenhaft angestrebt werden sollte", sagte Maria Garcia vom Schulbezirk. "Und das bedeutet, dass ein Spiel mit Würde ausgetragen wird, unabhängig vom Ergebnis."

Anderson wird unsportliches Verhalten vorgeworfen. Er habe seine Stammspielerinnen erst zu Beginn des dritten Viertels vom Feld genommen und nichts unternommen, um den Lauf seines Teams gegen die Bloomington Highschool zu stoppen.

"Ich habe in der zweiten Hälfte nur Ersatzspielerinnen aufs Feld geschickt", sagte Anderson der Lokalzeitung "San Bernardino Sun" . Da hatte sein Team allerdings schon 104 Punkte erzielt. "Ich habe nicht erwartet, dass Bloomington so schlecht ist", so der Coach weiter. "Ich wollte niemanden blamieren." In der zweiten Hälfte habe er seine Spielerinnen dazu angehalten, die Zeit für einen Angriff möglichst lange herunterzuspielen.


Es war nicht das erste Mal, dass Andersons Mannschaft dem Gegner haushoch überlegen agierte. Vier weitere Spiele gewann Arroyo Valley mit mehr als 70 Punkten Vorsprung. Und Bloomington hatte bereits eine Partie mit 91 Punkten Unterschied verloren.

Doch mit dem 161:2-Sieg habe Anderson eine Grenze überschritten, sagte Bloomingtons Coach Dale Chung dem Blatt. "Die Leute sollten kein Mitleid mit meinem Team haben. Sie sollten Mitleid mit seinem Team haben."

Das sehen die Eltern der Arroyo-Valley-Spielerinnen freilich anders.

Sie halte die Sperre für eine falsche Entscheidung, sagte Martha Vodinez laut CBS-Bericht. Eine andere Mutter äußerte sich ähnlich: "Wenn du verlierst, musst du daraus lernen. Werde besser. Aber mache das andere Team nicht schlecht."

Coach Anderson hat die Zwei-Spiele-Sperre inzwischen übrigens verbüßt. Am Montagabend saß er wieder auf der Trainerbank - und sah einen 82:20-Sieg. Eine enge Kiste.

wit