Hintergrund Die Hells Angels
Düsseldorf - Die Rockergruppe "Hells Angels" entstand 1948 in den USA. Aus der Gruppe von Harley-Davidson-Liebhabern, die mit geflügeltem Totenkopf auf der Jacke die kalifornischen Highways unsicher machten, entwickelte sich eine straffe, weltweite Organisation. Sie gilt als mitgliederstärkster und mächtigster Rockerclub der Welt.
Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes gibt es derzeit in Deutschland rund 40 Gruppen mit 700 Mitgliedern. Die "Höllenengel" machten immer wieder Schlagzeilen durch gewalttätige Straftaten.
1983 wurde der Rockerclub in Hamburg als kriminelle Vereinigung verboten. 1986 wurden 13 Hamburger Mitglieder wegen räuberischer Erpressung, Bildung einer kriminellen Vereinigung und anderer Delikte verurteilt. Das Bundesverwaltungsgericht wies 1988 eine Klage des Clubs gegen das Verbot ab. Im vergangenen Januar wurde auch der Düsseldorfer Ableger der "Höllenengel" verboten.
In den neunziger Jahren lieferte sich die Gruppe mit den Rockern "Bandidos" in Skandinavien einen mörderischen Konkurrenzkampf. Dabei griffen sie zu Raketenwerfern, Handgranaten und Maschinenpistolen. 14 Menschen kamen damals in Nordeuropa ums Leben.