Hintergrund Schwere Explosionen in Feuerwerksfabriken
Immer wieder kommt es in Fabriken und Lagerhallen für Feuerwerkskörper zu Bränden und Explosionen mit schwerwiegenden Folgen. Katastrophen dieser Art ereigneten sich in den vergangenen Jahren häufig in Asien, vor allem in China, einem der weltweit größten Produzenten von Feuerwerkskörpern. Einige der gravierendsten Fälle der vergangenen zehn Jahre:
März 1990: In einem Tempel im südindischen Bundesstaat Kerala kommen 23 Menschen ums Leben, weil dort für ein Tempelfest gelagerte Feuerwerkskörper explodieren. Dutzende von Menschen tragen meist schwere Brandverletzungen davon.
Februar 1991: Bei einer schweren Explosion in einer Feuerwerksfabrik in der niederländischen Stadt Culemborg bei Utrecht kommen zwei Mitarbeiter ums Leben, 20 weitere werden verletzt. Zahlreiche Häuser in der Nachbarschaft werden erheblich beschädigt.
Juni 1995: Auf der indonesischen Insel Java zerstören drei Detonationen eine Feuerwerksfabrik. Mindestens 22 der etwa 100 Arbeiter sterben. 55 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Viele Opfer können wegen starker Verbrennungen nicht identifiziert werden.
Juli 1996: Im zentralchinesischen Hefeng werden 40 Arbeiter einer Feuerwerksfabrik durch eine Explosion getötet. 47 Verletzte zählen die Behörden. Die Detonation war noch im Umkreis von zehn Kilometern zu spüren. Der Fabrikbesitzer wird festgenommen.
Juli 1996: In der amerikanischen Stadt Scottown (Ohio) sterben mindestens acht Menschen bei einer Explosion in einem Laden für Feuerwerkskörper. Zwölf Menschen werden verletzt. Sie wollten für den Unabhängigkeitstag der USA Feuerwerkskörper kaufen.
Dezember 1998: Bei der Explosion einer Feuerwerksfabrik im Nordosten Brasiliens werden mindestens 39 Menschen getötet. Viele der rund 50 Verletzten kämpfen mit dem Leben. Die Fabrik im Bundesstaat Bahia hatte keine Produktionsgenehmigung. Der Besitzer taucht unter und wird wegen fahrlässiger Tötung gesucht.
März 2000: In einer illegalen Fabrik im Osten Chinas explodieren Feuerwerkskörper und reißen 33 Menschen mit in den Tod. Unter den Opfern ist einer der Besitzer, der andere Fabrikbesitzer flüchtet.