Hintergrund Unglücke mit Berg- und Seilbahnen
Unglücke mit Seil- und Bergbahnen haben in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Menschenleben gefordert. Beim bisher schwersten Seilbahnunglück in Europa starben 1976 im italienischen Cavalese 42 Menschen. Die schwersten Unfälle im Überblick:
12.07.1972: Das Zugseil der Drahtseilbahn von Betten nach Bettneralp im Oberwallis in der Schweiz reißt, die Kabine rast auf die Talstation zurück und zerschellt. 13 Menschen werden getötet.
09.03.1976: Im Sportgebiet von Cermis in der Nähe von Cavalese bei Trient in Norditalien stürzt eine vollbesetzte Seilbahn-Kabine etwa 60 Meter in die Tiefe. 42 Menschen kommen ums Leben. Unglücksursache ist ein Seilriss.
13.02.1983: Im Champoluc im italienischen Aosta-Tal lösen sich während einer Seilbahnfahrt drei Kabinen durch eine schwere Windböe aus der Verankerung und stürzen mehr als 50 Meter in die Tiefe. Elf Tote.
29.01.1992: Auf dem Kärntner Naßfeld in Österreich stürzen mehrere Vierersessel der Tröglbahn mitsamt dem Tragseil zu Boden. Vier Touristen kommen zu Tode. Eine Führungsrolle war gebrochen.
03.02.1998: Im Fleimstal bei Cavalese (Dolomiten) zerschneidet ein US-Marinejet im unerlaubten Tiefflug das Seil der Gondelbahn, die zum Monte Cermis führt. Die Kabine stürzt etwa achtzig Meter in die Tiefe. Alle 20 Insassen, unter ihnen acht deutsche Skiurlauber, sterben.
31.07.1999: Bei einem Auffahrunfall bei der Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen werden 13 Menschen leicht verletzt. Ein Zug der Zahnradbahn muss bei der Talfahrt wegen eines technischen Defektes anhalten. Der Führer des nachfolgenden Zuges kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und fährt mit 15 Stundenkilometern auf.
11.06.2000: Erneut stoßen zwei Triebwagen der Zugspitzbahn auf der eingleisigen Strecke im Katzensteintunnel zusammen. 64 Menschen werden verletzt, sieben davon schwer. Der bergwärts fahrende Wagen war mit Fahrgästen voll besetzt, im talwärts fahrenden Wagen befand sich nur der Zugführer.