Hochwasser: Lage in Polen immer dramatischer - DER SPIEGEL
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Hochwasser Lage in Polen immer dramatischer

In den polnischen Hochwassergebieten sind die Deiche bereits an fünf Stellen gebrochen. 12.000 Menschen wurden bisher in Sicherheit gebracht. Unterdessen bahnt sich eine neue Flutwelle ihren Weg in den Norden.
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Warschau - In den polnischen Hochwassergebieten ist in der Nähe der Ortschaft Kamien im Osten des Landes am Montag ein weiterer Deich gebrochen. Dies berichtete der polnische Rundfunk. An der Weichsel und am südostpolnischen San waren bereits bis zum späten Sonntagabend an vier Stellen Deiche gebrochen. Allein südlich von Sandomierz steht ein 52 Quadratkilometer großes Gebiet mit vier Dörfern und hunderten vereinzelter Bauernhöfe unter Wasser.

Bisher wurden rund 12.000 Menschen im Überschwemmungsgebiet in Sicherheit gebracht, meldete die Rundfunknachrichtenagentur IAR unter Berufung auf die Feuerwehr. In Sandomierz sank das Wasser am frühen Morgen um ein paar Zentimeter, überschritt den Hochwasserpegel aber immer noch um 178 Zentimeter. Vor Ort waren auch Mitarbeiter des Technischen Hilfwerks aus Deutschland, die am Sonntag mit einem Konvoi aus Thüringen im Krisengebiet eingetroffen waren.

Währenddessen bahnt sich eine weitere, 100 Kilometer lange Flutwelle von Südostpolen ihren Weg in den Norden, wo sie voraussichtlich am späten Montagabend die Hauptstadt Warschau erreichen wird. Bislang wurden in dem derzeit akut bedrohten Gebiet die Deiche mit rund einer Million Sandsäcken verstärkt, allmählich gehen den Helfern die Vorräte aus.