Hochwasser Verzweifelter Kampf gegen die Fluten
Hitzacker - Im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg waren heute mehr als 2000 Helfer im Einsatz, darunter auch hunderte Bundeswehrsoldaten. Sie füllten Sandsäcke und versuchten Deiche und Häuser abzudichten.
Besonders betroffen ist die Stadt Hitzacker: Dort stieg der Pegel der Elbe, der bereits seit Tagen über dem der Jahrhundertflut von 2002 liegt, auf 7,63 Meter. Ein historischer Höchststand, der den von 1895 übertrifft: Damals wurden 7,54 Meter gemessen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff wurden am Mittag in der Ortschaft erwartet, deren Altstadt seit Tagen unter Wasser steht.
Dramatisch war auch die Lage in Lauenburg in Schleswig-Holstein. Dort wurde ein Pegel von 9,04 Meter registriert, der auf 9,20 Meter ansteigen könnte. Damit ist die Höchstmarke der Jahrhundertflut vor vier Jahren, die bei 8,70 Meter lag, bei weitem überschritten.
Die Stadtverwaltung berichtete von zunehmenden Problemen bei der Stromversorgung und beim Abwasser. Da mehr als 100 Häuser in der Altstadt unter Wasser standen, wurden Ausweichquartiere in einem Schulzentrum bereitgestellt.
als/ddp/AP